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Pfarrvikar Alexander Schorn im Gespräch...

...mit Hilke Wiegers vom Dekanat Ingelheim-Oppenheim.

"Das Vikariat ist für ihn eine Zeit zu lernen, was eine Gemeinde ausmacht. Alexander Schorn, seit dem 1. Februar 2021 Vikar in der Evangelischen Kirchengemeinde Nierstein, findet es spannend an Orten wie eben dieser sehr aktiven Niersteiner Kirchengemeinde zu sein, an dem Menschen ihren Glauben leben.

Das Vikariat ist für ihn eine Zeit zu lernen, was eine Gemeinde ausmacht. Alexander Schorn, seit dem 1. Februar 2021 Vikar in der Evangelischen Kirchengemeinde Nierstein, findet es spannend an Orten wie eben dieser sehr aktiven Niersteiner Kirchengemeinde zu sein, an dem Menschen ihren Glauben leben. Sich in eine Gemeinschaft zu integrieren, das fällt ihm nicht schwer. Immerhin hat der 34-Jährige zum Beispiel schon ein halbes Jahr in der ökumenischen Bruderschaft von Taizé gelebt, nach dem Abitur in den USA in einem Feriencamp für junge Menschen mit zerebralen Lähmungen ehrenamtlich und später bei dem Christlichen Kinder- und Jugendwerk „Arche“ lange Jahre hauptamtlich mit Menschen mit Behinderungen gearbeitet. „In so einer Gemeinschaft zu leben“, berichtet Alexander Schorn, „ist mehr als nur zusammenleben, denn das ist auch mit der Aufgabe verknüpft, aneinander Anteil und zu nehmen und sich auf den Veränderungsmoment, der Gemeinschaft bedeutet, auch einzulassen.“  

Mit dem Vater manche theologische Frage diskutiert

Schon als Kind hat sich der gebürtige Marburger, geprägt von der christlichen Pfadfinderarbeit und durch sein Elternhaus, mit Fragen wie „Was bedeutet es, Gottes Geschöpf zu sein?“ oder „Was ist Leben?“ beschäftigt. Sein Vater hat einige Semester Theologie studiert und engagiert sich als Prädikant in Wetzlar. Mit ihm diskutiert der Sohn bis heute gerne theologische Fragen.  Doch zunächst absolvierte der heute in sich ruhende junge Mann nach Arbeitsaufenthalten im Ausland eine Ausbildung zum Krankenpfleger, um dann doch das Theologiestudium zu wählen. Im Vikariat angekommen, hat Alexander Schorn schon den ersten theoretischen Unterrichtsblock Corona-bedingt per Zoom hinter sich gebracht. Das Lernen macht ihm, der sehr gut Englisch und Französisch spricht, einfach Spaß.

Wahrnehmen, was für diese Gemeinde zu einer Gemeinschaft gehört

Nun befindet sich der angehende Pfarrer in der Schulphase seines Vikariats und hat schon einige Stunden Religionsunterricht gegeben. „Jetzt“, erzählt er, „bin ich hier in Nierstein gut angekommen und tue im Moment sehr gut daran, genau wahrzunehmen, was für diese Gemeinde zu einer Gemeinschaft dazu gehört.“ Mittlerweile spielt er in einer Niersteiner CVJM-Hobbymannschaft Volleyball, obwohl Ballsport dem früheren, fast 2 Meter großen Leistungsruderer nicht besonders liegt. Was sein Leitgedanke für seine zukünftige Arbeit sein könnte, formuliert der nachdenkliche junge Mann mit aller Vorsicht: „Es kann nicht egal sein, wie wir leben. Deshalb möchte ich in dieser Gemeinde davon reden, Nächstenliebe zu leben, die über unsere Gemeinschaft hinaus geht. So können wir nachhaltiger sein und einen Samen für die Zukunft legen.“(H.Wiegers)


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